Healthcare Cleaning Forum - Die Verborgene Epidemie der Krankenhausinfektionen

Healthcare Cleaning Forum - Die Verborgene Epidemie der Krankenhausinfektionen

Trotz der Fortschritte bei Medikamenten und Therapien gibt es eine einfache Devise, die ihre Gültigkeit nie verloren hat: Vorbeugen ist besser als Heilen. Aus diesem Grund investieren Staaten in Impfstoffe. Allerdings haben Krankenhäuser Schwierigkeiten, die stille Epidemie der Krankenhausinfektionen (HCAI) zu bekämpfen.

Wie HCAI zu einer stillen Epidemie in Krankenhäusern wurde

Krankenhausinfektionen sind und bleiben ein großes Problem für das Gesundheitswesen. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) schätzt, dass es in den europäischen Krankenhäusern jedes Jahr zu 4,5 Mio. Krankenhausinfektionen kommt. Das bedeutet, dass an jedem Tag einer von 15 Krankenhauspatienten eine Krankenhausinfektion erleidet.

Diese Zahlen unterstreichen die Herausforderung für Krankenhäuser, da sie es als ihre Aufgabe sehen, die höchsten Versorgungsstandards zu gewährleisten. Ärzte behandeln Krankheiten und Verletzungen, nur um dann feststellen zu müssen, dass Patienten an Infektionen erkranken. Manchmal kann eine Krankenhausinfektion für die Patientensicherheit sogar ein größeres Risiko darstellen als der ursprüngliche Grund für die Krankenhausaufnahme.

Und das ist das kritische Element. Krankenhausinfektionen lassen die Bemühungen der medizinischen Fachkräfte ins Leere laufen und setzen ihre Patienten dem Risiko von Invalidität und Tod aus. Die US-Gesundheitsbehörde (CDC) schätzt, dass Krankenhausinfektionen allein in den USA jährlich fast 1,7 Mio. Todesfälle verursachen.. Stellen Sie sich vor, wie hoch diese Zahl ist, wenn man sie auf globale Ebene überträgt.

Das eigentliche Problem besteht darin, dass sich diese Zahl nicht so schnell verlangsamen dürfte. Jedes Jahr werden in der gesamten EU rund 2,7 Mio. neue HCAI-Fälle diagnostiziert. Krankenhausinfektionen sind zu einer stillen Epidemie geworden, die sich in eine globale Krise verwandeln wird, wenn wir jetzt keine Maßnahmen ergreifen.

Der neue Ansatz des Healthcare Cleaning Forums 2020

Es gibt einen unbestreitbaren Zusammenhang zwischen Krankenhausumgebung und Patientensicherheit. Und es ist ein Bereich, den wir auf der Interclean Amsterdam 2018 mit einer besonderen Veranstaltung, die speziell diesem Thema gewidmet war, näher beleuchtet haben.

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und zog Besucher aus der ganzen Welt an. Ihre Popularität unterstrich, wie oft die Reinigung von Organisationen im Gesundheitswesen als Lösung unterbewertet wird. Wie im HCF-Bericht hervorgehoben wurde, „wurde die Bedeutung des Krankenhausumfelds für die Patientenversorgung erst vor kurzem erkannt“. Überall arbeiten Gesundheitseinrichtungen immer noch an der Frage, wie man Infektionen am besten vorbeugen kann.

Das Healthcare Cleaning Forum wird auch im Jahr 2020 erneut Teil der Interclean Amsterdam sein. Das Forum widmet sich der Aufgabe, den Wandel in der Umwelthygiene im Gesundheitswesen anzunehmen und am Markt eine Spitzenposition einzunehmen. Als Hauptquelle für Krankenhausinfektionen werden heute Krankheitserreger im Patientenumfeld betrachtet. Wissenschaftler konnten zudem bestätigen, dass eine Verbesserung der Patientenumgebung diese Infektionsraten senkt und Leben rettet. Diese Aufgabe wird an verschiedenen Fronten in Angriff genommen: durch die Weiterentwicklung der akademischen Forschung, die Förderung technischer Innovationen, die Anpassung von Lösungen an den realen Kontext und die Veränderung unserer Einstellung zum Krankenhauspersonal. Wenn an vorderster Front ein echter Wandel erreicht werden soll, ist es von eminenter Bedeutung, das Wissen in Gesundheitseinrichtungen, Industrie und Wissenschaft zu bündeln.

Das neue Ziel: wissenschaftliche Forschung und Erfahrung

Im Jahr 2020 sollen Ihnen auf dem HCF die besten wissenschaftlichen Forschungen und Erfahrungen vorgestellt werden. Diese akademische Grundlage könnte Ihre besten Innovationen vorantreiben und unterstützen, damit Sie sowohl im Markt als auch bei der Patientensicherheit eine führende Position erringen können.

Im Rahmen der praktischen Vorführungen wird das Forum eine Reihe nützlicher Anwendungsdemonstrationen in Bereichen wie der Instrumentensterilisation und Abfallwirtschaft anbieten. Es besteht ferner die Möglichkeit zu erfahren, wie sich Wasser- und Luftqualität auf die Krankenhausumgebung und die Patientenresultate auswirken. Sie werden garantiert viele Anregungen erhalten, wie Sie die Reinigung im Gesundheitswesen und die Infektionsprävention in Ihren Einrichtungen verbessern können.

Dr. Didier Pittet, Professor für Medizin und Krankenhausepidemiologie an den Genfer Universitätskliniken und Träger des Robert-Koch-Preises für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention 2017, wird den Besuchern des HCF erneut sein Wissen vortragen. Zu den weiteren Forumsmitgliedern gehören Alexandra Peters vom Infektionsbekämpfungsprogramm an den Genfer Universitätskliniken, und Dr. Pierre Parneix, Doktor der öffentlichen Gesundheit und Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Bordeaux. Neu im Forum ist Dr. Cheryl Dunn, CQC-Support Direktor der Dudley Group of Hospitals FT in Großbritannien. Wir freuen uns, eine so erfahrene Expertengruppe im Forum begrüßen zu dürfen.

Dr. Pierre Parneix wird die vier Methoden zur Qualitätsbewertung und die damit verbundenen Normen zur Definition von Zielen und akzeptablen Werten erläutern. Die Methoden werden verwendet, um die Wirksamkeit von Reinigungsprozessen von Oberflächen im Krankenhaus zu überwachen, einschließlich der Reinigung nach der Patientenentlassung und der Behandlung von berührungsintensiven Oberflächen. Darüber hinaus finden die Methoden auch beim Umweltmanagement im Pflegebereich, ATP und der Entfernung von auf Oberflächen aufgetragenen Fluoreszenzmarkern Anwendung.

Dr. Cheryl Dunn wird erläutern, inwieweit die Organisationskultur eines Krankenhauses die Prävention von Krankenhausinfektionen beeinflussen kann. In dieser Sitzung werden Fragen zur organisatorischen Führung, zu Zivilcourage und einer Verantwortungskultur diskutiert.